Gesundheit

Aufbau eines Gesundheits-Postens (Health Post) in Chepel

Chepel verfügt nicht über einen direkten Zugang zu Medikamenten oder ärztlicher Hilfe. Diese ist 2 Tagesmärsche entfernt. Unser Ziel ist es, in Chepel einen Gesundheits-Posten aufzubauen, in dem eine zuvor mit Hilfe des Vereins ausgebildete „Krankenschwester“ (Schaffung eines neuen Arbeitsplatzes) den Menschen bei nicht schwerwiegenden und häufigen Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Schmerzen allgemein oder Magen-Darm-Erkrankungen direkt mit Arzneimitteln helfen kann und auch eine eher banale von einer möglicherweise schweren Erkrankung unterscheiden kann. Die schwer erkrankten Menschen müssen dann ins 2 Tagesmärsche entfernte Salleri bzw. nach Kathmandu gebracht werden, aber immerhin wäre es ein großer Gewinn, wenn jemand vor Ort in Chepel bereits eine gewisse Unterscheidung treffen könnte zwischen „kann man wahrscheinlich vor Ort medikamentös behandeln“ und „sieht nach etwas Schlimmerem aus, sollten von einem Arzt beurteilt werden“.

Das Bild ist 2012 in Chepel entstanden bei einer ersten Übergabe von Medikamenten und Erklärung (mit Übersetzung) der Wirkweise und wann diese anzuwenden sind.

 

Rauchfreie Öfen

Ein riesiger Gewinn für alle Haushalte in Chepel: rauchfreie Öfen! Bis 2017 gab es in den Häusern, die jeweils in der Regel in einem Raum die Küche, Schlaf- und Wohnzimmer beherbergen, diese offenen Feuerstellen in der Küche. Das offene Feuer birgt erhebliche Gesundheitsrisiken, allen voran der Rauch, der permanent eingeatmet wird. Aber auch die erhebliche Gefahr von Brandverletzungen vor allem bei kleinen Kindern und den Frauen, die mit ihren langen traditionellen Gewändern beim Kochen ins Feuer geraten. Rauchfreie Öfen reduzieren die Entstehung von Lungenkrankheiten bereits bei den ganz kleinen Kindern und die Anzahl an Brandverletzungen, sie bieten aber dennoch die Möglichkeit zu kochen und im Winter zu heizen.

Ein rauchfreier Ofen kostet, incl. der Transportkosten bis Nele Bazaar – ab dann werden die Öfen von den Bewohnern von Chepel ins Dorf getragen – kostet 500 Euro.

Gesundheits-Trainings

Bei jeder Gelegenheit versuchen wir im Dorf ein Gesundheits- oder Hygienetraining durchzuführen, z.B. zu den Themen „bakterielle Infekte, rheumatisches Fieber“, Anwendung von Arzneimitteln, korrektes Zähneputzen, etc.