Infrastruktur

Strom für Chepel - der Bau eines Kleinwasserkraftwerks hat 114 Haushalte erstmalig mit Strom versorgt

November 2017: STROM FÜR CHEPEL 

Für das Kleinwasserkraftwerk wurden folgende Materialien in der Regenzeit (Blutegel, sehr rutschiger Boden!) von Trägern von ca. 1100 m über NN auf 900 m herunter und dann wieder auf 2300 m über NN getragen.

137 Strommasten (je 65 kg), 43 Strommasten (80 kg), 900 m Rohre: 1 Rohr 3 m und 24 kg, 1 Träger trägt 2 Rohre, 1000 Isolatoren aus Keramik (ca 8 kg Stück), über 26.000 m Leitungen, über 15.000 m Kabel, ein 250 kg schwerer Generator mit 3 sich abwechselnden Teams aus je 20 Trägern, 2 knapp 200 kg schwere Transformatoren.

Der Weg führt über eine 250 m lange Hängebrücke, extrem schmale und steile Wege, durch den Urwald, über winzige Pfade, über 3 Erdrutsche mit losem Schotter, die nach dem Erdbeben abgegangen waren und durch Bäche mit glitschigen Steinen.

Eine organisatorische und logistische Meisterleistung unseres Projektleiters vor Ort – Karma!

Jedes Teil für das Kleinwasserkraftwerk wurde von Trägern in den Ort getragen, auf den Schultern, bzw. an Bambus-Stangen gehängt und dann von bis zu 20 Trägern gemeinsam geschleppt.

Kardamom- und Kiwianbau

Seit 2017 (Kiwi-Bäume) bzw. 2018 (Kardamom) werden diese Pflanzen in Chepel angebaut. Chepel eignet sich ideal für den Anbau von Kiwi-Bäumen, die nur unter speziellen geographischen und klimatischen Bedingungen wachsen. Die Kiwis (Anbau im Verhältnis 1 : 5 männliche/weibliche Bäume) sollen in den 4 Gehstunden entfernten Ort Sotang getragen werden und dort in einer Saftfabrik zu Kiwi-Saft gepresst werden.

Kardamom ist ein Gewürz, welches besonders in orientalischen Ländern einen Boom erlebt und das über Kathmandu exportiert werden soll. Beide Pflanzen gedeihen in Chepel hervorragend, auch durch die gute Pflege seitens der Bevölkerung bedingt.

Fließend Wasser für alle Haushalte im Dorf

Seit 2017 haben alle Haushalte in Chepel eine 500-Liter-Tonne an ihrem Haus, so dass die Bewohner permanent Zugriff auf Wasser haben. Da im Winter stets die Wasserleitungen – dünne schwarze Rohre – eingefroren waren, hat Friends of Chepel e.V. einen großen 10.000-Liter-Tank ca. in der Mitte des Ortes bereitgestellt, so dass auch im Winter Wasser geholt werden kann.

 

Eine Stahlbrücke für Chepel

2014 fand das erste ganz große Projekt von Friends of Chepel e.V. statt: Der Bau einer Stahlbrücke, die den Fluss überquert, der Chepel teilt. Diesen Fluss müssen jeden Tag Dutzende Menschen überqueren, incl. der ganz kleinen Kinder und der alten Menschen. Und bis 2014 lagen nur einige lose Baumstämme über dem Fluss, die regelmäßig bei Hochwasser weggeschwemmt wurden, und die ohnehin ständig nass und glitschig und rutschig waren.

Nach der ersten großen Stahlbrücke wurde in 2016 noch eine weitere, kleinere Brücke gebaut.

Nun sind die beiden Dorfhälften zuverlässig und sicher miteinander verbunden.

Eine Getreidemühle

Durch die Bereitstellung von Strom konnte in Chepel eine Getreidemühle aufgestellt werden, wodurch die Bewohner gegen ein kleines Entgelt ihr Getreide über 100 Mal schneller mahlen können als dies bisher von Hand möglich war.

Die zweite kleinere Brücke

In 2017 wurde eine kleinere, zweite Brücke eingeweiht. Nun kann der Singane River tatsächlich von allen Bewohnern und auch den Menschen aus dem umliegenden Orten, die Chepel nur durchqueren, ganz gefahrlos und auch zuverlässig überquert werden.